Galette: Neues go-to-Gebäck ?

Ich bin schon öfters über schöne Bilder von Galettes gestolpert und wollte nun auch mal selbst eine backen. Ich mag diese rustikale Optik und liebe Mürbeteig. Als Belag kam mir eine Mischung aus Birnen und Nektarinen in den Sinn. Schaut her und folgt einfach dem Rezept um sofort auch so einen Leckerbissen zu zaubern.


Für 4 Personen:

Mürbeteig:
175g Mehl
110g kalte Butter
10g Zucker
1/2 TL Salz
ca. 6 EL eiskaltes Wasser

Füllung:
1 Birne
1 Nektarine
55g Zucker
1 TL Stärke
25g geschmolzene Butter

So wird’s gemacht:
Zuerst das Mehl in eine Schüssel sieben, dann mit dem Zucker und Salz vermengen. Die kalte Butter in kleine Würfel schneiden und in die Mehlmischung geben. Mit einer Gabel die Butter zerdrücken und so in die Mehlmischung einarbeiten, dass noch kleinere Klümpchen vorhanden sind. Zuletzt etwa 6 El eiskaltes Wasser dazu geben sodass ein knetbarer Teig entsteht. Diesen Teig in Frischhaltefolie einwickeln und 30 Minuten im Kühlschrank ruhen lassen.

Das Obst waschen, entkernen und in dünne Spalten schneiden. In einer Schüssel den Zucker und die Stärke mit der geschmolzenen Butter vermengen. Die Scheibchen vorsichtig darin verrühren, damit alle gleichmäßig mit der Mischung überzogen sind.

Den Teig rund ausrollen (Durchmesser etwa 30cm) und die vorbereiteten Obstscheibchen in ordentlichen Kreisen darauf anordnen. Am Rand etwa 3-5 cm Platz lassen. Dieser Rand wird über die äußerenScheibchen gestülpt. Zum Schluss kann die Galette noch mit Zucker berieselt werden.

Im vorgeheizten Ofen etwa 35 Minuten bei 200°C (Ober-/Unterhitze) backen und fertig.


Super einfach, super schnell, keine verrückten Zutaten und ein köstliches Ergebnis. Schmeckt mit und ohne Sahne und lässt sich wild und je nach Laune variieren. Zum Beispiel kann man auch mal eine Galette mit Birnen und Käse machen, klingt das nicht toll?

Auf die Plätze fertig los. Hier gibt’s ein Video zum Rezept:

Bananenbrot | vegan

Wir sind über das Wochenende bei meinen Schwiegereltern und es stellte sich mir gestern wieder die Frage was ich uns als Snacks für die Fahrt einpacke. Ich weiß ja nicht wie das bei euch ist, aber für mich vergeht die Zeit eindeutig schneller, wenn ich was zu beißen habe.

Dieses Mal packte ich zusammen: Obst und Gemüse zum Knabbern, Riegel aus getrockneten Früchten und Kichererbsen. Da aber etwas Süßes natürlich auch nicht fehlen darf, entschloss ich mich gestern Abend noch dazu ein Bananenbrot zu backen. Der Teig ist ratzi fatzi zusammen gerührt und die restliche Arbeit macht der Ofen. PERFEKT.

Dieses Rezept will ich euch natürlich nicht vorenthalten, denn das wäre grausam.

Zutaten für eine Kastenform:

4 Bananen (etwa 400g und schön reif)
80g Sonnenblumenöl
80g brauner Zucker
250g Vollkornmehl
½ Pck. Backpulver
1 TL Zimt
1 TL Vanillepulver oder Vanilleextrakt
100g Zartbitterschokolade (optional)

Ich habe vegane Schokolade mit 95% Kakaoanteil verwendet, damit das ganze Bananenbrot vegan ist. Immer wenn mein Herzi auch etwas veganes isst, singe ich ca. 10 Minuten lang: „Du bist ein Veganer, du bist ein Veganer!“

So wird’s gemacht:

Die Bananen mit dem Zucker und dem Öl zu einer Matschepampe zerdrücken. Die Schokolade hacken und mit den restlichen trockenen Zutaten unter die Matschepampe rühren, bis ein gleichmäßiger Teig entsteht, nicht länger.

Den Teig in die gefettete, oder mit Backpapier ausgelegte Form füllen und im vorgeheizten Ofen bei 185°C (Ober- /Unterhitze) ca. 40 -50 Minuten backen. Wird der Kuchen zu schnell dunkel, hilft es ihn mit Alufolie abzudecken.

FERTIG! Müsst ihr unbedingt ausprobieren..

Zucchini-Kartoffel-Waffeln | vegan

Gestern lag ich kurz auf dem Sofa und dachte so vor mich hin, dass nun der perfekte Zeitpunkt wäre, um das Waffeleisen mal wieder aus dem Schrank zu holen. Also sprang ich auf und suchte nach Zutaten. Eine Zucchini war noch da, die unbedingt verspeist werden wollte. In der Nähe lagen auch Kartoffeln herum, die nicht abgeneigt schienen sich mit der Zucchini zusammen zu tun.
So schnell fiel also die Entscheidung auf herzhafte Zucchini-Kartoffel-Waffeln.

 

Dies hier sind die Zutaten für etwa 5 Waffeln:

240g geschälte Kartoffeln
1 Zucchini (etwa 200g)
50g Vollkornmehl
4-5 EL Hafermilch
1/2 TL Backpulver
1-2 EL Sonnenblumenöl
1/4 TL Kurkumapulver (optional und bloß nicht zu viel, sonst schmeckt’s nicht mehr)
Salz
Pfeffer

Die Zucchini und die geschälten Kartoffeln fein raspeln, oder mit einer Küchenmaschine zerkleinern. Dann alle restlichen Zutaten dazugeben und zu einem Teig verrühren.
Kurkuma ist natürlich optional für die Waffeln. In Kombination mit Öl und Pfeffer kann Kurkuma optimal seine heilende, gesundheitsfördernde Wirkung entfalten.
Das Rezept ist selbstverständlich sehr variabel und kann durch allerlei Kleinigkeiten erweitert werden. Hauptsache man hat zum Schluss einen Teig, der sich zu Waffeln ausbacken lässt.
Nun das Waffeleisen heiß werden lassen, einfetten und los geht’s. Pro Waffel zwei gut gehäufte Esslöffel auf das Eisen geben und so lange backen bis eine schöne braune Kruste entsteht, was etwas länger dauert als bei ’normalen‘ Waffeln.

Nun könnt ihr die Waffeln direkt servieren oder in Form von beeindruckend hübschen, modernen Burgern anrichten. Für mich gab es einen veganen Burger mit Bratgut aus Seitan von Alnatura. Mein Herzi bekam noch ein Spiegelei und eine Scheibe schmelzenden Käse oben drauf.
Für etwas mehr Frische sorgten Tomaten und Pilze und fertig.

Mein Burger, dein Burger
Mit Ei und Käse

Saftiger Zitruskuchen mit griechischem Joghurt und Nüssen

Wer es gern saftig mag und auf Zitrusfrüchte und griechischen Joghurt abfährt, der sollte sofort dieses Rezept backen.
Alle anderen, die wild und neugierig sind, dürfen natürlich auch.

Zutaten (für eine Springform mit einem Durchmesser von etwa 20cm)
175g Vollkornmehl
2TL Backpulver
175g Butter (Raumtemperatur)
175g Zucker
2 Eier (glücklich)
175g griechischer Joghurt
75g gehackte Mandeln
75g gehackte Pekannüsse
1 Bio-Zitrone: Abrieb und Saft
1 Bio-Orange: Abrieb und Saft

So wird’s gemacht
Die weiche Butter mit dem Zucker cremig schlagen, dann die Eier einrühren.
Als nächstes den Joghurt, die Nüsse, den Orangen- und Zitronenabrieb und den Saft zu der Buttermasse geben und gründlich unterrühren. Zum Schluss noch das Mehl mit dem Backpulver vermengen und dann in den Teig einarbeiten.
Den Teig in die Form füllen und im vorgeheizten Ofen bei 180°C (Ober- Unterhitze) etwa 40 Minuten backen. Mit einem Zahnstocher lässt sich testen, ob der Kuchen durch ist.
Gut abkühlen lassen, dann probieren und sogleich verfließen ob der wunderbaren Saftigkeit


Wer keine Pekannüsse oder Mandeln mag, der kann es auch mal mit Pistazien oder Walnüssen versuchen. Zum servieren kann man auch anstatt Sahne einen Klecks griechischen Joghurt neben ein Kuchenstück setzen. Versucht es auch mal, sagt Bescheid, wie euch der Kuchen gefällt und habt einen schönen Abend.

Es gibt Apfelmus | Die Äpfel müssen weg

Ich hatte bis eben noch über 1,5 Kilo Äpfel die langsam in meiner Obstschale vor sich hin alterten. Da ich sie in absehbarer Zeit nicht alle weg knabbern würde verwandelte ich sie fix in warmes, zimtiges, vanilliges Apfelmus, das garantiert nicht mehr lange rum stehen wird.

Ihr braucht lediglich diese wenigen Zutaten:

1 kg Äpfel
150 ml Wasser
2 EL Zucker
2 TL Zitronensaft
(1 TL Zimt)
(1 TL Vanillepulver)

So wird’s gemacht:
Die Äpfel schälen, vom Kerngehäuse befreien und in kleine Stücke schneiden. Das Wasser, den Zitronensaft und den Zucker zusammen in einen Topf füllen. Die Apfelstücke dazugeben und unter ständigem Rühren aufkochen lassen. Danach die Äpfel unter gemütlichem Rühren für etwa 10 Minuten köcheln lassen.
Vor dem Pürieren können noch Zimt und Vanillepulver zu den Äpfeln gegeben werden. Schon fertig. Das Apfelmus ist nun gekühlt zwei bis drei Tage haltbar, wenn es nicht schon warm weg genascht wird..

Ich habe übrigens Vollrohrzucker verwendet, aber man kann natürlich auch ganz normalen weißen Zucker verwenden. Der einzige Unterschied der beiden Zuckersorten ist, dass Rohrzucker im Gegensatz zum weißen Zucker noch ein paar Spurenelemente und Vitamine enthält und einen etwas karamelligen Geschmack hat. Vollrohrzucker ist aber nicht viel gesünder.

Habt ihr kein Vanillepulver zur Hand, dann könnt ihr auch einen Teil des Zuckers durch Vanillezucker ersetzen.
Probiert einfach aus!!

Veganer Kokoskuchen | schmeckt wie Bounty!

Da ich immer mehr in die vegane Ecke rutsche fällt es mir zunehmend schwerer so viel Butter, Milch und Eier zu verbacken. Ich bin ehrlich gesagt hin und her gerissen, da mir normale Kuchen so sehr schmecken und ich mir nicht sicher bin, ob ich nicht etwas vermissen werde, wenn ich auf besagte Zutaten verzichte. Aber ich werde es erst herausfinden, wenn ich es versuche. Den Anfang mache ich mit diesem Kokoskuchen.
Achtung! Bounty-Liebhaber könnten hierbei arg frohlocken. Der Boden schmeckt göttlich und die herbe Schokoladenglasur rundet die ganze Geschichte hervorragend ab,.

vegan und roh: Mandel-Dattel Boden, Kokosmasse, dünne herbe Schokoladenglasur


Eine Sache noch: Bei der Recherche veganer Backzutaten ist mir aufgefallen, dass ich viele noch nie gehört habe und auch nicht wüsste woher ich sie bekommen soll. Das herauszufinden wird also eine weitere Herausforderung sein.
Mit diesem Kuchen habe ich die Liste der Zutaten, genau nach meinem Geschmack, simpel gehalten. Also, los geht’s.

Zutaten (für eine Springform mit einem Durchmesser von etwa 16cm)
150g Mandeln
150g Datteln (entkernt)
50g Kokosraspeln
150g Kokosflocken
250ml Kokosmilch, nach Gefühl etwas mehr
3 EL Vanillesirup
50g vegane Schokolade mit so viel Kakaoanteil wie möglich
1 EL Kokosfett

So wird’s gemacht
Die Mandeln und die Datteln 2 Stunden einweichen, dann die Datteln halbieren und alles zusammen in einem Mixer mit Messereinsatz zu einer groben Masse zerkleinern. Den Boden der Springform mit Backpapier auslegen, die Mandel-Dattel-Masse gleichmäßig verteilen und fest drücken.
Die Kokosraspeln und -flocken mit der Kokosmilch und dem Sirup gut vermengen und etwas ziehen lassen. Nach Gefühl ggf. mehr Milch dazugeben, sodass die Masse nicht zu trocken ist. Die durchgezogene Kokosmasse auf dem Boden verteilen, gut fest drücken und mindestens zwei Stunden in den Kühlschrank stellen.
Zum Schluss die Schokolade zusammen mit dem Kokosfett in einem Wasserbad erhitzen und nach einer kurzen Abkühlung auf dem Kuchen verteilen. Zum Aushärten der Schokolade den Kuchen ein letztes Mal in den Kühlschrank stellen.
FERTIGOOOOO

Er hält und das erste Stück wartet darauf vernascht zu werden

 

Begleitet mich gern auf meiner veganen Reise. Ich freue mich über Tipps oder nette Rezeptvorschläge in den Kommentaren.

 

Schneller Obstkuchen auf dem Blech | Nashi Cranberry Honig

Heute Abend hatte ich spontan Lust noch etwas zu backen, irgendwas was schnell geht.
Die Entscheidung fiel auf einen Blechkuchen mit Obst. Der Belag richtete sich nach meinem Obstkorb, also wurden es doppelt gemoppelte Nashi-Birnen und Cranberries, die ich noch vom Carrot Cake übrig hatte.

Und hier gehts gleich zum Rezept für ein Blech:

Zutaten
250g Mehl
240g Zucker
1 gehäufter TL Backpulver
1 Prise Salz
250g Butter
1 Vanilleschote (oder Vanilleextrakt, oder Vanillepulver, oder was man eben so vanilliges da hat)
4 Eier
80ml Milch

So wird’s gemacht
Das Mehl, den Zucker, das Backpulver und das Salz in eine Schüssel sieben. Die Butter schmelzen.
Die Eier zusammen mit dem Vanilleextrakt in der Milch verquirlen. Die abgekühlte Butter und die Milchmischung zu den trockenen Zutaten geben und alles zu einem Teig verrühren. Den Teig auf einem eingefetteten Blech verteilen.
Das Obst der Wahl ggf. entkernen, in dünne Scheiben schneiden und nach Lust und Laune auf dem Teig verteilen.

Im vorgeheizten Ofen bei 160°C (Ober-/Unterhitze) etwa 40 Minuten backen.
FERTIGO!

Ich habe übrigens nur die Hälfte der Zutaten verwendet und deswegen eine kleinere Form benutzt. Die angegebene Menge reicht für ein normales Backblech.
Falls ihr also schnell und ungeplant einen Kuchen zaubern müsst, dann ist dies eine gute Wahl. Die Zutaten sind höchstwahrscheinlich in eurem Kühlschrank vorhanden und der Belag variiert eben je nachdem was ihr so im eigenen Obstkorb findet.

Nach der Hälfte der Backzeit kann man als kleines Extra noch braunen Zucker über den Kuchen rieseln lassen, sodass eine nette Kruste entsteht. Man kann aber auch vor dem Backen etwas Honig drüber rieseln lassen.
Man kann mit dem hellen Grundteig eigentlich alles machen was man möchte.
Viel Spaß beim ausprobieren.

Eure Derya

Carrot Cake oder Karottenkuchen | Aber nicht die Finger mit raspeln…

Bei der Planung dieser Woche habe ich überlegt was ich denn mal Neues backen könnte. Glücklicherweise war ich in der Sternschanze mit Anne zum Brunch im Café Kostbar verabredet. Ich habe sie gefragt was ich backen soll und sie hat direkt ‚Carrot Cake‘ geantwortet. Also gibt’s heute Carrot Cake mit Frischkäseglasur für euch.

Die Zutaten für meinen Carrot Cake

Zutaten Kuchen (2 Springformen mit einem Durchmesser von 22cm)
260g Mehl
2 TL Natron
1 gestrichener TL Salz
1,5 TL Zimt
295ml geschmolzene Butter
200g weißer Zucker
200g brauner Zucker
1 TL Vanilleextrakt
4 glückliche Eier
300g geraspelte Karotten
100g Pekannüsse (grob gehackt)
50g Cranberries

Zutaten Guss Frischkäse
225g Frischkäse (Doppelrahmstufe, Raumtemperatur)
140g Puderzucker
80ml Sahne
50g Pekannüsse (grob gehackt)

So wird’s gemacht
Das Mehl mit dem Natron, dem Salz und dem Zimt mischen.
In einer anderen Schüssel die geschmolzene Butter mit dem Zucker und dem Vanilleextrakt vermengen. Die Eier einzeln einrühren.
Nun die Mehlmischung darüber sieben und so lange rühren bis alle Zutaten gerade kombiniert sind.
Zum Schluss kommen die gehobelten Karotten, die gehackten Pekannüsse und die Cranberries hinzu.
Teig in zwei Hälften teilen und in zwei Springformen (22cm) geben.
Im vorgeheizten Ofen bei 175°C Ober-/Unterhitze 35 bis 45 Minuten backen. Mit einem Zahnstocher kann geprüft werden, ob die Kuchen fertig sind.
Nun müssen die Kuchen komplett auskühlen, bevor sie mit dem Guss aus Frischkäse zu einer Torte gestapelt werden können.

Für den Guss den Frischkäse mit einem Handmixer oder einer Küchenmaschine mindestens eine Minute lang schlagen, sodass er schön cremig wird.
Den Puderzucker in drei Teilen sorgfältig in den Frischkäse rühren. Hierbei wird er zunächst eine flüssigere Konsistenz bekommen. Zuletzt kommt die Sahne hinzu, nun nochmals mindestens eine Minute schlagen.
Bis zur weiteren Verarbeitung darf der Guss im Kühlschrank abkühlen und wieder fester werden.

Zum Zusammensetzen der Torte empfehle ich die Kuchen zunächst zu trimmen, sodass die Oberflächen glatt und die Ränder nicht so hart sind. Auf dem unteren Boden einen ordentlichen Klecks des Gusses gleichmäßig verstreichen. Den oberen Boden darauf setzen und ebenfalls mit einem Klecks des Gusses bestreichen. Den Überschuss auf den Rändern der Torte verstreichen. Wem eine dünne Glasur nicht reicht, der kann die Torte nochmal im Kühlschrank ruhen lassen und dann noch eine weitere Sicht auftragen.
Zum Schluss kann der ‚Carrot Cake‘ noch mit gehackten Pekannüssen verziert werden.

Das erste Stück. Grob gehackte Nüsse und Cranberries sorgen im saftigen Teig für kleine Geschmacks-i-Pünktchen

Viel Spaß beim Nachbacken. Wenn ihr sehen wollt wie ich es angestellt habe, dann seht euch das folgende Video an.
Habt einen wundervollen Tag und passt auf eure Fingerchen auf, wenn ihr die Karotten raspelt….

 

Der elegante Theetisch von François le Goullon 1757-1839

‚Der elegante Theetisch‘ oder die Kunst, einen glänzenden Zirkel auf eine geschmackvolle und anständige Art ohne großen Aufwand zu bewirthen ist ein kleines Büchlein, welches meine Schwiegermutter kürzlich aus ihrem Küchenregal zauberte.

Das Buch beginnt mit einer kleinen Einleitung ‚Von den Pflichten des Wirtes und der Wirtin gegen die Gäste‘, in der Empfehlungen dazu stehen wie man seinen Gästen einige angenehme Stunden bereitet.
Es folgen weitere Kapitel zum Betreiben des ‚Teegeräts‘, zur Zubereitung von heißen und kalten Getränken und schließlich zu Rezepten feiner Backwerke.

Die Rezepte unterscheiden sich auf sehr charmante Art von den heutigen. Mir fällt auf, dass riesige Mengen von Butter, Eiern und Mehl verwendet werden. Es ist von Bratröhren, gewöhnlichen Größen, mäßiger Hitze und Backzeiten von anderthalb Viertelstunden die Rede. Ich behaupte, dass man als Backneuling etwas ratlos vor dem Ofen stehen würde und habe riesige Lust eines der Rezepte genauer unter die Lupe zu nehmen.

François René le Gaullon lebte von 1757 bis 1839 und war Küchenmeister der Herzogin Anna Amalia. Das Buch erschien 1809 im ‚Verlag der Frau‘.

Ungefähr ein Viertel der Zutaten (etwa die Menge für eine Springform 26cm):

Chocoladentorte

250g Mandeln
50g Schokolade
5 Eier (L)
90g Zucker
2-3 EL Mehl
1 TL Zimt

Die Mandeln zusammen mit einem Ei fein im Mörser mahlen, oder direkt gemahlene Mandeln verwenden. Die Schokolade raspeln und zu der Mandelmasse geben.
Die verbleibenden Eier trennen, dann das Eiweiß schlagen. Das Eigelb und den Zucker zum Eischnee dazugeben und eine Weile weiter schlagen.
Die Eimasse nun nach und nach mit dem Mehl und dem Zimt unter die Mandel-Schokomasse heben.
Den Teig in die Backform füllen und direkt in den vorgeheizten Ofen geben.

180°C-190°C
25-30 Minuten
Den Kuchen auf jeden Fall im Auge behalten. Wenn er zu schnell dunkel wird kann man ihn mit etwas Alufolie abdecken.

Den Ofen verließ eher ein Mandelbiskuit anstatt einer Chocoladentorte. Ich habe den Biskuit in zwei Hälften geschnitten, mit Marmelade bestrichen und mit Schokoladenglasur dekoriert.

In diesem Video blättere ich ein wenig durch das Büchlein und widme mich dann dem Backen des Rezepts.

Golden Peach Pie | The Katzung Family German American Cookbook

Von 1850 bis 1940 lebte eine Frau namens Christiana (Yost) Katzung. Sie wurde in Deutschland geboren und wanderte mit ihren Eltern in die USA aus. Viele Jahre später entstand ein Buch mit Rezepten, die all die deutschen und die amerikanischen Katzungs zusammen getragen haben. Aus diesem Buch habe ich euch einen ‚Golden Peach Pie‘ gebacken.

Das Umgerechne zwischen inch und cm, cups, TBSP, tsp und Gramm ist etwas mühselig, aber das habe ich schon für euch erledigt, also lehnt euch zurück und backt den Pie schnell nach!

Rezept (für eine Form mit einem Durchmesser von 9 inch = 22,86cm)

Mürbeteig
210g Mehl
1/2 TL Salz
140g Butter (kalt, gewürfelt)

Füllung
1 lb. Pfirsich aus der Dose (500g)
1/3 cup Pfirsichwasser aus der Dose (etwa 80ml)
1/2 cup Zucker (115g)
2 TBSP Mehl (etwa 2 große EL)
1/4 tsp Muskatnuss (etwa 1/4 TL)
Prise Salz
2 TBSP Butter (etwa 30g)
1 TBSP Zitronensaft (1 EL)
1/2 tsp Orangenzesten (1/2 TL)

Für den Mürbeteig das Salz im Mehl verteilen, dann die Butter dazu geben. Die Butter muss gleichmäßig im Mehl verteilt werden. Ob man dies mit den Händen, oder einer Küchenmaschine macht ist egal. Wenn die Konsistenz nassem Sand ähnelt, den Teig auf die Arbeitsfläche geben und mit den Händen weiter kneten. Um den Mürbeteig schön blättrig werden zu lassen ist es wichtig die Butter durch den Teig zu ziehen (‚Fraisage‚). Den fertigen Teig im Kühlschrank ruhen lassen.
Für die Füllung Zucker, Mehl, Muskatnuss und Salz vermengen und mit dem Pfirsichwasser aufkochen, bis die Flüssigkeit andickt. Butter, Zitronensaft, Orangenzesten und gewürfelte Pfirsiche dazugeben und köcheln lassen, bis die Butter sich aufgelöst hat.
Den abgekühlten Teig ausrollen. Für den Boden, den Rand und den Deckel des Kuchens jeweils etwa ein Drittel des Teiges verwenden. Den Boden mit einer Gabel löchern, dann die Füllung hineingeben. Den Deckel am Rand fest drücken und für eine glänzende Optik ggf, mit Ei bestreichen.
Bei 400°Fahrenheit (205°C Ober- Unterhitze) 40 bis 45 Minuten backen.

Falls ihr diesen Golden Peach Pie, oder andere Rezepte von mir nach backt, dann verlinkt mich gern.
Auf Youtube lade ich jeden Sonntag ein Video hoch und freue mich über jeden neuen Abonnenten.
Und nun rein in die Schürze und ran an den Ofen <3