Russischer Zupfkuchen | Nein zu bodenlosen Käsekuchen

Ich weiß nicht warum ich erst jetzt auf die Idee gekommen bin auch mal zu versuchen einen Zupfkuchen zu backen. Optisch fand ich ihn schon immer sehr ansprechend, hauptsächlich wegen des schokoladigen Mürbeteigs, der als Boden und als Verzierung dient. Ich dachte immer, es sei total kompliziert diesen Kuchen zu backen. Das stimmt selbstverständlich nicht. Ist einfach. Peace of cake.

Den Trend bodenloser Käsekuchen finde ich übrigens fürchterlich. Ich würde nie einen Käsekuchen ohne Boden essen. Wo bleibt denn da die spannende Mischung verschiedener Texturen? Ein fester, süßer, etwas angeweichter Boden, der die Unterlage für eine kremige Füllung bildet. Jedes Stück Kuchen esse ich von der Spitze zum Rand hin. Hmm, der Rand.
Ohne Boden wäre für mich das Erlebnis einen Käsekuchen zu essen ziemlich arg lasch.

Wenn ich backe, dann teile ich die Teigmengen meistens auf mehrere Förmchen auf. Ich backe so viel, dass wir das alleine die aufessen könnten. Ich habe diesmal 6 Muffins, eine kleine Springform (etwa 16,5cm) und eine kleine Herzspringform aus der Menge für eine 26cm Springform gebacken.

Seht her, so wird’s gemacht:

Der Mürbeteig:
400g Mehl
200g Butter (Raumtemperatur)
200g Zucker
1 glückliches Ei
1 P. Backpulver
40g Kakao

Die Füllung:
500g Quark (Magerquark geht auch)
250g Butter (Raumtemperatur)
250g Zucker
1 P. Vanillezucker (oder ein EL)
1 P. Vanillepuddingpulver
3 glückliche Eier

Zuerst die Zutaten für den Mürbeteig mit dem Handmixer verrühren, dann zu einem glatten Teig verkneten, in Klarsichtfolie einpacken und in den Kühlschrank legen.

Für die Füllung alle Zutaten mit dem Handmixer verrühren, dann den Ofen auf 200°C (175°C Umluft) vorheizen.
Die Springform gut einfetten, oder mit Backpapier versehen. Der gekühlte Mürbeteig kann nun zu einem Drittel als Boden in die Springform gegeben werden. Man kann den Teig vorher ausrollen, oder ihn einfach mit den Fingern Stück für Stück festdrücken. Das zweite Drittel bildet den Rand, der etwa 4 cm hoch sein sollte.
Anschließend kann die Füllung auf den Boden gegeben und mit dem dritten Drittel des Mürbeteigs großzügig verziert werden. Hierbei sind keine Grenzen gesetzt. Oh mir kommt gerade die Idee, dass ich beim nächsten Mal kleine Wölkchen ausstechen und diese auf die Füllung legen könnte. Aber eigentlich gefällt mir persönlich die klassische Variante immer besser, weswegen ich mich für große Klumpen entschieden habe.

Den Kuchen für ca. 60 Minuten backen. Ich musste die kleineren Förmchen selbstverständlich viel früher herausnehmen. Bevor die Oberfläche zu dunkel wird und der Kuchen hierdurch sein charakteristisches Äußeres verliert sollte der Kuchen rausgenommen werden. Die Muffins haben ca 15 Minuten gebraucht.

Falls ihr sehen wollt, wie ich meine Kuchen gebacken habe schaut euch das Video an. Ich verwende für die Füllung 200g Mascarpone und 50g Butter anstatt der angegebenen 250g Butter. Dies hat keinen besonderen Grund, außer dass ich nicht genug Butter zu Hause hatte. Das Fetteste, was ich gefunden habe war Mascarpone.

Ebenfalls ist im Video gut zu hören, wie mein Herzi das große Entertainmentprogramm für unsere kleine Süße auffährt, damit ich ‚in Ruhe‘ backen kann. Seht selbst und viel Spaß beim Nachbacken!

xx D

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