Schlagwort: Erlebnis Käsekuchen

Karamell Käsekuchen | Long Time No See

Ich bin wieder zurück!
Es gab eine kleine Pause, in der ich ausschließlich Macarons gebacken habe. Ich habe geheiratet und wollte meinen Gästen unbedingt eine Candybar bieten, der sie nicht würden widerstehen können. Meine liebe Freundin J hat drei verschiedene Sorten Minicupcakes gebacken und ich meine Macarons. Außerdem gab es Brause-UFOs, Küsschen, Marshmallows, Schokogeld, Rocher und Erdnuss M&Ms.
Was soll ich sagen, die Candybar kam sehr gut an und die Macarons und die Cupcakes waren selbstverständlich als erstes verschwunden.

Jetzt habe ich jedenfalls wieder mehr Zeit und auch riesige Lust etwas neues auszuprobieren. Ich habe mich für einen Käsekuchen mit Karamellsoße entschieden. Der Kuchen hat nicht lange überlebt. Von der Soße sind noch 3 kleine Töpfe übrig, die sich super zum Verschenken eignen.

Falls ihr noch kein Rezept habt welches idiotensicher und idiotenlecker ist, dann solltet ihr dieses unbedingt ausprobieren.

Zutaten Käsekuchen
ca 12 ‚Digestive Biscuits‘  (jeder krümelige Keks geht, Menge je nach Bodendickenvorliebe)
400g Frischkäse
150g brauner Zucker
3 glückliche Eiweiß (das Eigelb kann noch für diverse Keksteige verwendet werden)
2 TL Vanilleextrakt
2 EL Mehl (ich habe Vollkorn Weizenmehl verwendet)
400g Vanillejoghurt
Walnüsse zur Dekoration

Zutaten Karamellsoße
1 cup Sahne  (235ml)
1 TL Vanilleextrakt
6 TBSP Wasser (90ml)
1 cup Zucker (200g)
1 TL Meersalz (optional!!)

Fertiger Karamell Käsekuchen
Abgekühlter Käsekuchen ohne Risse in der Oberfläche
Karamellsoße
Das Zuckerwasser köchelt bei mittlerer Hitze
Das letzte Stück Kuchen

So wird’s gemacht:
Kekse in einen Plastikbeutel füllen, zu Krümeln schlagen.und in einer mit Backpapier ausgelegten, oder eingefetteten Springform (24cm) verteilen.
Den Frischkäse glatt rühren, dann den Zucker, das Eiweiß und das Vanilleextrakt dazugeben und etwa 2 Minuten verrühren.
Nun wird noch der Joghurt zusammen mit dem Mehl zu der Käsemasse gegeben, gut verrührt und dann gleichmäßig auf den Kekskrümeln verteilt. DAS WAR’S SCHON.

Im vorgeheizten Ofen (150°C) 60 Minuten backen und dann im abgeschalteten, geschlossenen Ofen für weitere 30 Minuten ruhen lassen. Hierdurch werden Risse in der Oberfläche des Kuchens vermieden.

Während der Käsekuchen im Ofen ist, kann die Karamellsoße angesetzt werden. Hierzu wird der Zucker zusammen mit dem Wasser erhitzt. Auf mittlerer Hitze so lange köcheln lassen, bis das meiste Wasser verdampft ist und der Zucker eine dunkle, braune Farbe bekommt. In dieser ersten Phase NIE umrühren, sonst kristallisiert der Zucker. Schwenken ist zu jeder Zeit erlaubt.
Nun wird der Zucker vom Herd genommen und unter wilder Blubberei die Sahne mit dem Vanilleextrakt dazu gegossen. Dabei stetig und zügig umrühren. Die Karamellsoße ist nun fertig und muss nur noch abkühlen.

Sind Kuchen und Soße abgekühlt kann der Kuchen beliebig mit Walnüssen und Karamellsoße dekoriert werden.

Falls ihr euch fragt, wie ihr bloß die harten Zuckerreste aus dem Topf bekommt, dann erhitzt den Inhalt einfach nochmal mit etwas Wasser.

Nun viel Spaß beim Ausprobieren und Schlemmen. Mein Kuchen hat knappe zwei Tage überlebt.

Backspaß in 4K

Russischer Zupfkuchen | Nein zu bodenlosen Käsekuchen

Ich weiß nicht warum ich erst jetzt auf die Idee gekommen bin auch mal zu versuchen einen Zupfkuchen zu backen. Optisch fand ich ihn schon immer sehr ansprechend, hauptsächlich wegen des schokoladigen Mürbeteigs, der als Boden und als Verzierung dient. Ich dachte immer, es sei total kompliziert diesen Kuchen zu backen. Das stimmt selbstverständlich nicht. Ist einfach. Peace of cake.

Den Trend bodenloser Käsekuchen finde ich übrigens fürchterlich. Ich würde nie einen Käsekuchen ohne Boden essen. Wo bleibt denn da die spannende Mischung verschiedener Texturen? Ein fester, süßer, etwas angeweichter Boden, der die Unterlage für eine kremige Füllung bildet. Jedes Stück Kuchen esse ich von der Spitze zum Rand hin. Hmm, der Rand.
Ohne Boden wäre für mich das Erlebnis einen Käsekuchen zu essen ziemlich arg lasch.

Wenn ich backe, dann teile ich die Teigmengen meistens auf mehrere Förmchen auf. Ich backe so viel, dass wir das alleine die aufessen könnten. Ich habe diesmal 6 Muffins, eine kleine Springform (etwa 16,5cm) und eine kleine Herzspringform aus der Menge für eine 26cm Springform gebacken.

Seht her, so wird’s gemacht:

Der Mürbeteig:
400g Mehl
200g Butter (Raumtemperatur)
200g Zucker
1 glückliches Ei
1 P. Backpulver
40g Kakao

Die Füllung:
500g Quark (Magerquark geht auch)
250g Butter (Raumtemperatur)
250g Zucker
1 P. Vanillezucker (oder ein EL)
1 P. Vanillepuddingpulver
3 glückliche Eier

Zuerst die Zutaten für den Mürbeteig mit dem Handmixer verrühren, dann zu einem glatten Teig verkneten, in Klarsichtfolie einpacken und in den Kühlschrank legen.

Für die Füllung alle Zutaten mit dem Handmixer verrühren, dann den Ofen auf 200°C (175°C Umluft) vorheizen.
Die Springform gut einfetten, oder mit Backpapier versehen. Der gekühlte Mürbeteig kann nun zu einem Drittel als Boden in die Springform gegeben werden. Man kann den Teig vorher ausrollen, oder ihn einfach mit den Fingern Stück für Stück festdrücken. Das zweite Drittel bildet den Rand, der etwa 4 cm hoch sein sollte.
Anschließend kann die Füllung auf den Boden gegeben und mit dem dritten Drittel des Mürbeteigs großzügig verziert werden. Hierbei sind keine Grenzen gesetzt. Oh mir kommt gerade die Idee, dass ich beim nächsten Mal kleine Wölkchen ausstechen und diese auf die Füllung legen könnte. Aber eigentlich gefällt mir persönlich die klassische Variante immer besser, weswegen ich mich für große Klumpen entschieden habe.

Den Kuchen für ca. 60 Minuten backen. Ich musste die kleineren Förmchen selbstverständlich viel früher herausnehmen. Bevor die Oberfläche zu dunkel wird und der Kuchen hierdurch sein charakteristisches Äußeres verliert sollte der Kuchen rausgenommen werden. Die Muffins haben ca 15 Minuten gebraucht.

Falls ihr sehen wollt, wie ich meine Kuchen gebacken habe schaut euch das Video an. Ich verwende für die Füllung 200g Mascarpone und 50g Butter anstatt der angegebenen 250g Butter. Dies hat keinen besonderen Grund, außer dass ich nicht genug Butter zu Hause hatte. Das Fetteste, was ich gefunden habe war Mascarpone.

Ebenfalls ist im Video gut zu hören, wie mein Herzi das große Entertainmentprogramm für unsere kleine Süße auffährt, damit ich ‚in Ruhe‘ backen kann. Seht selbst und viel Spaß beim Nachbacken!

xx D